Am Ende war’s deutlich

Zweimal war es verschoben worden, das Match gegen die U 14 aus dem Aschheimer Ortsteil östlich von München. Nun endlich reisten sie an diesem verregneten Dienstag Abend an, und, enttäuscht nach der zweiten hohen Niederlage innerhalb von drei Tagen, ohne Punkte wieder ab. Die Garchinger hatten wahrgemacht, was sie sich vorgenommen hatten: Der erste Sieg der Saison war fest eingeplant.

Ein sieben zu null klingt überzeugend, Kritik ist bei einem solchen Ergebnis eigentlich nicht angesagt. Dennoch: Die unterirdische Chancenverwertung während der ersten Stunde ist durchaus eine Erwähnung wert. Garching ließ den Gegner in der ersten Hälfte zwar so gut wie nicht zum Zuge kommen, dem SV Dornach gelang es in 35 Minuten – wohlwollend ausgedrückt – gerade ein einziges Mal, gefährlich vor dem Tor der Gastgeber aufzutauchen. Angriff auf Angriff rollte aufs Gästetor, doch die eine Hälfte der Garchinger hochprozentigen Chancen endete mit dem Abseitspfiff des Unparteiischen, die andere beim Torhüter, der sich nicht besonders anstrengen musste, da die vor ihm freistehenden Stürmer so nett waren, ihm direkt in die Arme zu spielen.

Insofern war es wirklich ein glücklicher Umstand, dass die Garchinger U 14 mit dem SV Dornach nicht den stärksten Gegner der Liga zu Gast hatte. Gegen andere Teams wäre das Auslassen der Hundertprozenter sicherlich nach hinten losgegangen. So dauerte es ganze 25 Minuten, bis nach einer unübersichtlichen Spielerzusammenballung im Dornacher Fünfmeterraum der Führungstreffer fiel, und weitere acht Minuten später gelang aus ähnlicher Situation das 2:0. Gleich darauf pfiff der Unparteiische eine Halbzeit ab, in der Garching bereits mit mindestens fünf Treffern hätte führen müssen.

Zur zweiten Hälfte kamen die Gäste gestärkt zurück und eroberten sich unerwarteterweise immer mehr Spielanteile. Auf der anderen Seite war die Souveränität und Überlegenheit, mit der Garching in den ersten 35 Minuten aufgetreten war, wie weggeblasen. Ohne spielerisch zu glänzen hatte Dornach den Fight angenommen und sich ein Gleichgewicht und eine Reihe von Freistößen aus nicht ungefährlichen Positionen erkämpft, die allerdings vom Garchinger Torhüter souverän abgewehrt werden konnten oder am Tor vorbeiflogen. Eine Viertelstunde lang erwiesen sich die Gäste als ebenbürtiger Gegner, und die Gastgeber sahen gar nicht mehr so überlegen aus. Doch dann kippte das Match wieder zugunsten der Garchinger: Nun war wieder Struktur im Spiel, das Zuspiel in die Spitze funktionierte jetzt wieder und endlich wurden die Chancen genutzt, die in der ersten Hälfte zuhauf vergeben worden waren. Jetzt fielen die Tore im Zweiminutentakt, schön vorbereitet und makellos vollendet, nur zweimal unterbrochen durch mehr oder weniger hilflose Fouls der Dornacher im eigenen Strafraum, sodass die fälligen Treffer den Umweg über zwei Strafstöße nehmen mussten.

Ende gut, alles gut, sollte man meinen. Doch der Jubel der Spieler und der hinter Gitter verbannten Zuschauer hielt sich in Grenzen. Zu eindeutig war die Überlegenheit, mit der die Garchinger heute ihre ersten drei Punkte auf dem Weg nach oben einsammeln konnten. Bald werden wir sehen, was passiert, wenn die wirklich harten Brocken an der Reihe sind.