U14 – BC Uttenhofen 4:4 (1:3)

Testwochenende zum Zweiten

Manch ein Unentschieden fühlt sich an wie eine Niederlage, ein anderes dagegen wie ein Sieg. Das 4:4 im Spiel gegen den BC Uttenhofen durfte die Garchinger U14 durchaus als Erfolg verbuchen.

Das lag daran, dass der aus Pfaffenhofen angereiste Gast mit einem außerordentlich starken Team antrat, das aus den Jahrgängen 2006/2007 zusammengesetzt war und das besonders durch sein diszipliniertes Spiel auffiel. Die Akteure in Rot-Weiß standen immer nah beim Gegenspieler, doppelten kontinuierlich den Ball führenden Garchinger und ließen so kaum einen geordneten Spielaufbau der Heimmannschaft zu. Daneben kombinierten sie teilweise gefällig, sodass den Garchinger Jungs oft nichts anderes übrig blieb als hinterherzulaufen.

Dabei begann das Match für die Garchinger erfolgversprechend. Nach einem zunächst ausgeglichenen Spiel gelang ihnen bereits nach sieben Minuten der über die linke Angriffsseite vorgetragene Führungstreffer. Die Freude dauerte allerdings nicht lange, denn die Gäste fingen sich schnell und glichen bereits zwei Minuten später aus. Dem sich nun anschließenden druckvollen Spiel der Uttenhofener hatte das Heimteam wenig entgegenzusetzen und musste drei Gegentore in Folge hinnehmen. Die sporadischen, in der ersten Hälfte haupsächlich über die starke linke Seite vorgetragenen Angriffe liefen ein ums andere Mal ins Leere. Am Ende der ersten Hälfte hatten sich einige der Zuschauer bereits auf eine Niederlage eingestellt.

Dies änderte sich, als unmittelbar nach Wiederanpfiff der Anschlusstreffer erzielt wurde. Das Spiel war jetzt ausgeglichener, weil sich bei den Gästen die kräftezehrende erste Hälfte bemerkbar machte. Dagegen wurde Garching immer stärker. Als dann der Ausgleichstreffer zum 3:3 fiel und und Garching auch aufgrund der Umstellungen in der Mitte der zweiten Hälfte die Oberhand gewann, hatte sich das Spiel gedreht. Jetzt war der Gastgeber am Drücker, kam zu weiteren Chancen und drängte die Uttenhofener weitgehend in ihre eigene Hälfte zurück. Die Gäste verlegten sich notgedrungen aufs Kontern, das allerdings in einem Fall so erfolgreich, dass einer ihrer Angreifer im Garchinger Strafraum bei der Verhinderung des Torschusses elfmeterreif gefoult wurde. Der Strafstoßschütze ließ dem Torwart keine Chance, und wieder mussten die Hausherren einem Treffer hinterher rennen.

Allerdings nicht lange: Ein Foul eines Uttenhofener Spielers in Strafraumnähe wurde mit einem Freistoß aus guter Position geahndet. Mit gedrückten Daumen konnten die Zuschauer hinter dem Zaun nun die schönste Szene der gesamten Begegnung beobachten, die damit endete, dass der Ball nach dem herrlich getretenen Freistoß unterhalb des Lattenkreuzes im Netz zappelte. Jetzt wurde es hektisch, denn beide Teams wollten in der Endphase den endgültigen Sieg. Den jedoch verhinderte abrupt der Abpfiff des guten Unparteiischen.

Das vom Verletzungspech verfolgte Garchinger Team hat in diesem von Anfang bis Ende spannenden Match mit großer Willenskraft einem altersmäßig und deshalb auch kräftemäßig überlegenen Gegner erfolgreich Paroli geboten und ihn am Ende an den Rand einer Niederlage gebracht. Das ist aller Ehren Wert und verspricht einen erfolgreichen Einstieg in die Pflichtspielrunde. Mit anderen Worten: Der SV Dornach kann kommen, die U14 des VfR Garching ist vorbereitet.

 

U14 – SV Planegg 3:0 (0:0)

Testwochenende erster Teil

Glücklicherweise hat ein Fußballspiel zwei Halbzeiten.Wäre dem nicht so, müsste man sich über die Garchinger U14 ernsthaft Gedanken machen.

Doch der Reihe nach. Am heutigen Samstag war der Kreisligist SV Planegg aus dem Münchner Südwesten zu Gast, ein Gegner, der sich der U14 anfänglich in weiten Strecken ebenbürtig zeigte, allerdings auf einem in der ersten Spielhälfte wenig berauschenden Niveau. Das herrliche Spätsommerwetter konnte die Zuschauer kaum über die außerordentlich mäßige Leistung der Heimmannschaft hinwegtrösten. Explizit von diesem Urteil ausgenommen werden muss die Abwehr, die während des gesamten Spiels keine einzige gefährliche Aktion der Gäste zuließ. Der Garchinger Torhüter, der im letzten Testspiel gegen den FC Ergolding stellenweise im Mittelpunkt des Geschehens gestanden hatte, hätte – um mit dem Zeitgeist zu sprechen – seinen Job im Home-Office erledigen können. So stand er meist arbeitslos zwischen den Pfosten und war für jede Rückgabe und jeden Ballkontakt dankbar, den ihm seine Mitspieler gewährten. Mit anderen Worten: Planegg war während der gesamten Spielzeit chancenlos, die Garchinger Verteidiger hatten die Münchner Angreifer sicher im Griff.

Doch bei den beiden anderen Mannschaftsteilen funktionierte zunächst wenig. Es lag sicherlich nicht am Einsatzwillen der Garchinger Akteure, dass das Zusammenspiel zwischen Abwehr, Mittelfeld und Sturm bis auf ganz wenige Ausnahmen 35 Minuten lang nicht so klappte, wie es sich der Trainer und die hinter die Zäune verbannten Zuschauer vorgestellt hatten. Schmerzlich vermisst wurden Anspiele in die Tiefe, und wenn es sie dennoch ab und an gab, fanden sie höchst selten ihr Ziel, wie z.B. in der achten Minute, als sich ein Garchinger Angreifer auf links durchspielte und in die Mitte passte. Doch der sich anschließende Torschuss wurde vom Gästetorwart brilliant abgewehrt. Eine solche gefährliche Torannäherung blieb jedoch die Ausnahme.Die Garchinger Bemühungen, schnell umzuschalten und den Gegner unter Druck zu setzen, waren zweifelllos vorhanden, blieben jedoch immer wieder im Ansatz stecken, weil meist so ungenau gespielt wurde, dass der Gegner immer noch einen entscheidenden Körperteil dazwischenbrachte.

Der Abpfiff des guten Nachwuchsschiedsrichters erlöste alle von einer recht unansehnlichen Halbzeit und mit einem torlosen Unentschieden ging es in die Pause, in der einiges passiert sein musste. Wir im Lippenlesen ungeübte Außenstehende wissen nicht, welches geistige Doping der Garchinger Trainer den Jungs in den zehn Minuten zwischen den Halbzeiten verabreicht hatte – was aber alle unmittelbar wahrnehmen konnten, war, dass es ganz schnell gewirkt hatte. Je länger die Begegnung jetzt dauerte, desto besser funktionierte nun, was vorher ständig misslungen war. Es wurde steil nach vorne in Regionen gespielt, wo die Pässe jetzt Abnehmer fanden, einzelne Spieler setzten erfolgreich zu Sololäufen an und die Gäste kamen nur noch höchst selten über die Mittellinie. Aus einem zähen Match wurde nun zusehends ein ansehnliches Spiel, mitschönen Pässen, gelungenen Seitenwechseln und vor allem mit reichlich Torszenen im Gästestrafraum. Garching war nun eindeutig Herr im Haus, und so konnte es nicht ausbleiben, dass ab der achten Minute der zweiten Hälfte in regelmäßigen Abständen drei Treffer fielen. Gemessen an der Anzahl der Chancen, die sich Garching nun herausgespielt hatte, hätten es durchaus mehr sein können, wenn nicht immer wiederein Bein des Planegger Torhüters und der vermaledeite linke Torpfosten im Wege gestanden wären.

Diese Leistungssteigerung hatten sich die Zuschauer nach der mehr oder weniger verkorksten ersten Hälfte zwar gewünscht, aber realistischerweise nicht erwartet.Um so erfreulicher waren die zweiten 35 Minuten, die Hoffnung machen, dass die Garchinger Jungs bei den demnächst beginnenden Ligaspielen eine zufriedenstellende Rolle spielen werden. Ein Spaziergang wird das sicher nicht, aber die heutige,wenn auch erst verzögert einsetzende gute Leistung lässt durchaus Optimismus aufkommen.