Mit reichlich Rückenwind aus dem gewonnen Duell beim “Club” führte der Spielplan den VfR erneut in die Nähe der Frankenmetropole, zur SpVgg Greuther Fürth. Trotz dezimierten Kaders wollte das Weber-Team in Fürth die nächsten Punkte einholen und somit unter das Thema “Klassenerhalt” einen Schlussstrich ziehen. Es kam dann aber leider doch ganz anders…

Schlechte Vorzeichen

Kurz vor Anpfiff musste Trainer Daniel Weber eine Änderung in der Startelf vornehmen. Dominik Hepp musste das Aufwärmen mit starken Knieschmerzen abbrechen, wodurch Michael Weicker für ihn in die Anfangsformation rutschte. Einen unglücklicheren Zeitpunkt konnte es kaum geben, fehlten doch bereits vier nominelle Stammtkräfte im Garchinger Aufgebot. Das gefestigte VfR-Team konnte die Konzentration dennoch hoch halten und ließ sich nicht aus ihren Konzept bringen.

Starker Beginn der Gäste

Von Beginn an konnte an das Power-Play der ersten Hälfte von Nürnberg angeknüpft werden. Fürth kam in der Anfangsphase gar nicht ins Spiel und wurde fortwährend in die Defensive gedrängt. In Minute drei prüfte Stürmer Manuel Eisgruber erstmals den gegnerischen Torhüter. Kurz darauf hatten die “Kleeblättler” Glück, dass der Freistoß von Orkun Tugbay nur an den Pfosten ging. Emre Tunc scheiterte im 1-gegen-1 gegenden Fürther Keeper. In der 15. Spielminute ging auch der Distanzschuss von Dusan Jevtic am Tor vorbei.

Bis dahin hatten die Gastgeber keine einzige Torchance. Es dauerter bis zur 19. Spielminute, ehe die Fürther den ersten Torschuss auf den Kasten von Marek Große verzeichnen konnten. Danach wurden die Grün-Weißen mit zwei Freistößen gefährlich, doch der Gästetorhüter konnte jeweils ohne große Not klären.

In der 32. Spielminute tauchte dann Manuel Eisgruber vor dem Fürther Tor auf und scheiterte nur knapp am Kleeblatt-Keeper. Es wurde nun eine abwechslungsreiche Partie, mit mehr Spielanteilen für Schwarz-Weiß.

Überraschende Wende

Wie aus dem Nichts gingen die Fürther in der 36. Spielminute in Führung. Ein Distanzschuss – aus ca. 20 Metern Torentfernung – landete im “langen Eck”. Marek Große hatte zwar noch die Hand am Ball, konnte ihn aber nicht entscheidend abwehren.
Eine glückliche und den Spierverlauf nicht wiederspiegelnde Halbzeitführung der Fürther. Des einen Glück, des anderen Pech und letztendlich mangelde Durchschlagskraft seitens der Gäste. Daniel Weber musste sich in der Halbzeit etwas einfallen lassen, um das angestrebte Etappenziel zu erreichen.

“Erst hatten wir kein Glück…”

In Hälfte zwei waren gerade zehn Minuten gespielt, als der VfR verletzungsbedingt erneut einen Wechsel vornehmen musste. Linksverteidiger Niko Salassidis konnte aufgrund einer Muskelverletzung nicht weitermachen. Für ihn kam Tom Zimmerschied ins Spiel.

In der 58. Spielminute wurden die Garchinger Angriffsbemühungen endlich belohnt. Nach einer Ecke konnten die Fürther den Ball nicht richtige klären. Daniel Suck zog im Strafraum ab und sein Schuss landete nach kurzer Billiard-Einlage im Fürther Kasten. Ein überaus verdienter Ausgleich!
Beide Mannschaften knüpften an die Leistung der ersten Hälfte an. Keiner wollte sich mit der Punkteteilung zufrieden geben und so spielten beide Mannschaften auf Sieg. In der 73. Spielminute hatte erneut Manuel Eisgruber die Chance zum Führungstreffer auf dem Fuß, doch der Keeper der “Kleeblättler” hatte was dagegen und lenkte den Ball mit den Fingerspitzen ins Toraus.

“…und dann kam auch noch Pech dazu.”

In der 79. Spielminute gingen die Hausherren erneut in Fürhung. Eine Situation die bereits geklärt schien wurde nochmal gefährlich nachdem ein Fernschuss zu kurz abgewehrt werden konnte und der Ball direkt vor den Füßen eines Fürthers landete. Dieser musste nur noch einschieben.

Aber die Garchinger ließen die Köpfe nicht hängen und stemmten sich mit Mut, Willen und Einsatz gegen die Niederlage. Sogar Ersatzkeeper Joey Brenner half mit, als er kurz vor der Nachspielzeit als Sturmspitze auf den Platz geschickt wurde. Sein Auftrag war, vorne die Bälle per Kopf zu verlängern. Letztendlich war das Spiel zu diesem Zeitpunkt aber schon zu hektisch, als dass die Gäste noch gezielte Angriffe hätten starten können.

In der Nachspielzeit entstand leider noch eine sehr unschöne Szene. Vollkommen übermotiviert sprang ein Fürther Verteidiger Lirim Kelmendi von hinten die Parade, ohne auch nur annähernd den Ball spielen zu können. Völlig zu Recht flog der Spieler in grün-weiß mit Rot vom Platz. Lirim kann von Glück reden, dass er diese Aktion unbeschadet überstehen konnte.

Kurze Pause

Unterm Strich bleibt eine unglückliche Niederlage nach einer starken Mannschaftsleistung. “Ohne vier” präsentierte sich das Weber-Team bärenstark und setzte damit den Trend der letzten Spiele fort.

Es bleibt nicht viel Zeit, um über die verlorenen Punkte nachzudenken. Bereits am drei Tage später steht schon das nächste Spiel an. Im Derby gegen den Landkreiskokurrenten Unterföhring geht es um 18:30 Uhr im Stadion am See weiter. Und damit die Jagd nach dem sicheren Klassenerhalt…!

Nächste Begegnung

VfR Garching – FC Unterföhring

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