Die ein oder andere Alarmglocke war bei Daniel Weber vor dem Spiel gegen den Gegner aus der Nachbarschaft durchaus angegangen, denn seine Elf hatte zwischenzeitlich drei Punktspiele und ein Pokalspiel vergeigt und stand zwar nicht mit dem Rücken zur Wand, aber der gefährlichen Abstiegszone ein wenig näher, als gewünscht.

Punkten um jeden Preis

In ein „emotionales Loch“ wollte er seine Spieler jedenfalls nicht fallen sehen und empfahl seiner Truppe, „tunlichst wieder zu punkten“.

Und seine Mannen taten, wie der Chef befahl und punkteten.  Mit 2:0 fuhren die Schwarz-Weißen einen recht ungefährdeten Heimsieg ein und belohnten sich endlich einmal wieder selbst für den betriebenen Aufwand.

450 Zuschauer hatten bei strahlendem Spätsommer-Wetter den Weg ins Garmin Stadion gefunden und sie sahen zunächst ein freundliches Kennenlernen der beiden Kontrahenten.  Bis zur 20. Minute gab es fußballerisch nicht viel zu bestaunen, während die Teams zaghaft versuchten zu eruieren, welches System der Gegner auserkoren hatte, um zum Erfolg zu kommen.  Doch nach 15 Minuten beendete der VfR die Forschungsarbeit und setzte auf drangvolleren Offensiv-Fußball.  Die Belohnung folgte sogleich.  Spielminute 21, Nico Salassidis, der eine starke erste Hälfte zeigte, mit Tempo über außen und mit Maßflanke auf den langen Pfosten.  Thomas Reichlmayr im Kasten der heute in blau agierenden Pipinsrieder irrte etwas planlos durch seinen Fünfer und Mario Staudigl konnte entspannt zum Führungstreffer einnetzen.

Im Anschluss etwas mehr Engagement der Gäste, die sich bemühten, mit Kontern zu Gelegenheiten zu kommen.  Doch Webers Team hatte inzwischen in der Defensive zu einer gewissen Stabilität gefunden, agierte im Aufbau nach anfänglichen Unsicherheiten beinahe fehlerlos und setzte selbst zu gefährlichen Vorstößen an.  Mit ein wenig mehr Zielstrebigkeit wäre die Begegnung schon vor dem Pausenpfiff zu entscheiden gewesen.  Vor allem ein Konter in der 42. Minute hatte es in sich.  Drei Schwarz-Weiße hatten die weit aufgerückte Defensive des FCP übertölpelt und standen gegen nur einen Verteidiger.  Elias Kollmann blieb hängen, Entscheidung vertagt.

Im zweiten Anlauf erfolgreich

Besser machte es der Neuzugang vom FC Bayern in Durchgang zwei.  Gerade zehn Minuten waren seit dem Wiederanpfiff vergangen, da lief der Ball lehrbuchartig durch die Reihen des VfR.  Tom Zimmerschied zauberte im gegnerischen 16er einen Ball von der Grundlinie gen Gefahrenzone und unsere Nummer sieben machte, was ein Stürmer eben so macht. Garching zwei, Pipinsried null.

Die 1921er ab da mit voller Kontrolle über das Match und trotz dieses Vorsprungs tief in der Komfortzone weiter mit mutigem Spiel nach vorne.  Der Gegner indessen, ohne Plan und Durchschlagskraft, hätte wohl bis Montagmittag weiterspielen können, ohne größere Gefahr für Maximilian Engl im Tor der Garchinger zu erzeugen.  Ab der 80. Spielminute schaltete dann auch unser VfR in den Verwaltungsmodus und so genossen die Fans im Stadion wohl eher die Sonne, als die Schlussphase des Spiels.

Für die Weber-Elf war dieser Sieg ungemein wichtig, schließlich schießt er das Team zurück auf Platz 8 der Tabelle und somit ins gesicherte Mittelfeld.  Wichtig wird auch der Auftritt am nächsten Samstag in Illertissen.  Dem ehemaligen deutschen Amateurmeister geht es in dieser Spielzeit nämlich noch gar nicht so gut.  Die Allgäuer stehen mit enttäuschenden neun Punkten auf dem Relegationsrang und wenn es nach uns geht, darf das zumindest noch eine Woche so bleiben.

Regionalliga Bayern – Saison 2018/19 – 11. Spieltag

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