Nach einer (gefühlt) sehr kurzen Sommerpause startet die Regionalliga Bayern pünktlich zum Ende der Fußball WM in die neue Saison 2018/19. Der VfR reißt zum Auftakt ins Rosenheimer Jahnstadion zum TSV 1860 Rosenheim.

Wohin geht die Fahrt?

Auf beiden Seiten darf man gespannt sein, wie sich das jeweils neu formierte Team zum Saisonauftakt präsentiert. Während beim VfR sechs Stammkräfte zu ersetzen und mindestens ebenso viele neue Spieler zu integrieren sind, sieht es bei den Alpenvorländern nicht ganz so dramatisch aus. Der schwerwiegendste Abgang dürfte der, des ehemaligen Trainers Tobi Strobl sein.

Man darf gewissermaßen auf zwei Wundertüten warten, die sich da am ersten Spieltag gegenüber stehen. Die Vorbereitung der Gäste umschreibt sich am ehesten mit dem Wort “durchwachsen”. Bei drei Niederlagen, einem Unentschieden und zwei Siegen lag der Schwerpunkt größtenteils darin, eine Balance zwischen neu und alt, jung und erfahren zu finden. Was von außen oft nicht schön anzusehen war, muss gleichzeitig als notwendige Umbaumaßnahme zu sehen sein. Der VfR hat sich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verjüngt. Von den sieben Neuzugängen ist nur ein Spieler älter als 22 und hebt somit das Durchschnittsalter der Mannschaft (22,29 Jahre) unwesentlich an.

Für Trainer Daniel Weber muss es somit auch dieses Jahr wieder heißen, hart arbeiten und das Besten aus den gegebenen Möglichkeiten machen. Die jungen Neuzugänge sind allesamt hoffnungsvolle Talente, die sich in Garching – und speziell beim Garchinger Trainerteam – entwickeln können und werden. Auch wenn man sich noch zwei weitere Zugänge für die Mannschaft wünscht, so werden die Spieler, die auf dem Platz stehen, sehr bald das Garching-Gen in sich tragen und als Mannschaft ihre Erfolge feiern können. Dass es dabei um nicht mehr und nicht weniger als den Klassenerhalt gehen kann, werden die älteren und erfahreneren Spieler sicher frühzeitig vermitteln.

Dass unter den jungen Neuzugängen sich auch das ein oder andere Juwel befindet, davon ist man in Garching überzeugt. Und nach den Erfolgen der Vorsaison werden sich auch wieder viele Augen auf die Garchinger gerichtet sein. Genau das richtige Umfeld für die Neuzugänge Maximilian Engl (RW Erfurt), Christian Hercog, Mark Zettl (beide SpVgg Unterhaching), Sebastian Koch, Lucas Genkinger (beide TSV 1860 München), Elias Kollmann (FC Bayern München) und Petar Barukcic (SV Heimstetten).

Vorteil Rosenheim?

Der “Wadlbeißer” aus Rosenheim blicken auf einer stückweit erfolgreichere Vorbereitung zurück. Neben einem Unentschieden und einer Niederlage gegen Unterhaching, stehen insgesamt vier Siege zu Buche. Der neue und sehr junge Trainer Ognjen Zaric bringt reichlich Erfahrung aus dem höchsten Jugendbereich bei der SpVgg Unterhaching mit. Der “Mann für die Zukunft” (fupa) darf bei seinem Debut im Herrenbereich auf viele erfahrene und gestandene Spieler zurückgreifen, die teilweise im gleichen Alter, wie er selbst, sind. Beide Seiten – Trainer und Mannschaft – werden sich sicher recht schnell aneinander gewöhnen.

Wer letztendlich den besseren Start und die effektivere Vorbereitung bestritten hat, wird sich vermutlich auch nach dem ersten Spiel noch nicht abschließend zeigen. Die ersten Spiele können ein Fingerzeig sein. Abgerechnet wird aber immer erst am Ende der Saison.

Es bleibt – trotz aller Unbekannten – die Hoffnung auf einen erfolgreichen Start und ein schönes Spiel. Das wiederum gilt sicher auf beiden Seiten…

Regionalliga Bayern – Saison 2018/19 – 1. Spieltag

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