Und auch der FV Illertissen kann die Auswärts-Walze VfR Garching nicht stoppen.  15 Punkte aus fünf Spielen, so lautet die makellose Bilanz unserer Schwarz-Weißen in der Ferne nach dem beeindruckenden 2:0-Sieg im Allgäu.  Nur daheim will es noch nicht so recht klappen mit dem heiß ersehnten Dreier.  Im Stadion am See spielte das Team von Daniel Weber oftmals keinen schlechten Fußball, erarbeitete sich Chancen, aber kaum Tore und so ist es leider die ernüchternde Wahrheit, dass der überragende Spitzenreiter der Auswärtstabelle die rote Laterne mit sich herumschleppt, wenn man nur die Heimspiele in Betracht zieht.

 

Warum unser Team diese Saison zwei völlig unterschiedliche Gesichter zeigt, ist eine Frage, die im Umfeld keine so recht zu beantworten weiß.  Trainer Weber mutmaßt, sein Team wolle im heimischen Stadion vielleicht einfach zu viel und spiele nicht konsequent genug nach Matchplan, anders als dies in der Ferne regelmäßig mit Bravour klappt.  Wie dem auch sei, am Samstag bietet sich die Gelegenheit, diesen Makel zu korrigieren.

 

Mit dem SV Seligenporten kommt ein Gegner in die Universitätsstadt, dem noch nicht recht viel gelingen mag in der laufenden Spielzeit.  Mit nur zwei Siegen und einem Unentschieden stehen die Oberpfälzer auf Rang 17.  Auf fremdem Geläuf holte die Mannschaft von Ex-Profi Roger Prinzen bisher keinen einzigen Punkt.  Zuletzt gelang zwar gegen den 1.FC Nürnberg II die volle Punkte-Ausbeute und danach eine ganz starke erste Halbzeit gegen die Profi-Vertretung aus Ingolstadt, doch mit wackeligen zweiten 45 Minuten vergeigte man am Ende doch und verlor klar mit 1:4.

 

Was ist also zu erwarten, wenn das Schlusslicht der Auswärts-Tabelle gegen das Schlusslicht der Heimtabelle aufläuft?  Zunächst mal etwas weniger Kulisse als beim letzten Heimspiel gegen die Münchner Löwen.  Denn ein derartiges Spektakel, als das Stadion am See mit 3000 Zuschauern restlos ausverkauft war, wird gegen Seligenporten kaum zu erwarten sein.  Was Coach Weber aber erwartet, ist nicht weniger, als dass sein Team den ersten Heimdreier landet.  Damit will der Erfolgstrainer auch die zahlreichen Fans und vor allem die vielen fleißigen Helfer für den Aufwand beim 60er-Heimspiel belohnen.  Denn die haben sich vorvergangene Woche ein großes Dankeschön redlich verdient.

 

Der Ansturm aus der Landeshauptstadt und von vielen begeisterten Garchingern war gewaltig.  Das „Team VfR“ wurde dennoch den Anforderungen eines solchen Ausnahme-Spieltags mehr als gerecht.  Reibungslos verlief das „Spiel des Jahres“ aus organisatorischer Sicht und vor allem wurde es ein friedlicher, rundum gelungener Fußballnachmittag, auch wenn sich der Meisterschafts-Favorit 1860 am Ende als ein Brocken herausstellte, der unserer Elf eine Nummer zu groß war.

 

Gegen den SV Seligenporten soll es nun also auch sportlich einen Erfolg vor den eigenen Fans geben und die Mannschaft würde sich sehr freuen, wieder von zahlreichen Anhängern unterstützt zu werden, die am Ende dann hoffentlich den vom Trainer geforderten Sieg bejubeln dürfen.