Im August geben sich im Garmin Stadion am See die Favoriten die Klinke in die Hand.  Nachdem vorvergangene Woche der hochfavorisierte SV Wacker Burghausen mit weißer Weste und fünf Siegen aus fünf Spielen antrat und sich in der Universitätsstadt eine blutige Nase holte (Endstand 3:1), sind am Sonntag die Amateure des FC Bayern München zu Gast.  Und mit den Roten kommt auch gleich das nächste Top-Team an den Garchinger See.  Nicht nur rein nominell sind die Bayern ein klarer Aspirant auf die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern, auch die Ergebnisse der ersten sechs Begegnungen sprechen eine deutliche Sprache, der Rekordmeister-Nachwuchs gewann sie schlichtweg alle.  18 Punkte, 15:2 Tore, da bleiben wenige Fragen.

Der Favoritenschreck in Lauerstellung

Der beste Trainer der Liga, unser Erfolgscoach Daniel Weber, hat aber durchaus im Blick, dass sein Team „zum Favoritenschreck taugt“.  Denn in Burghausen hatte man sicherlich auch mit Punkten aus dem Münchner Norden gerechnet.  Sein Team sei durchaus in der Verfassung so zu agieren, „dass am  Ende Punkte bleiben“, sagt Weber vor der Begegnung.  Die Mannschaft freue sich jedenfalls riesig auf das Spiel des Jahres daheim gegen die Bayern.

Diese Vorfreude fußt vielleicht auch ein wenig auf Erinnerungen an die Saison 2016/17 als man den kleinen Roten ein Bein stellte und zuhause mit 1:0 siegte.

Mike Niebauer hatte damals das goldene Tor erzielt und die 1200 Zuschauer jubelten, sofern sie nicht zu den mitgereisten Fans von der Säbener Straße gehörten.  Von einer „taktischen Meisterleistung“ sprach der Münchner Merkur damals.

Taktische Meisterleistung erwünscht

Und genau eine solche würde im anstehenden Spiel auch sicher helfen, wenn die Mannschaft das Ziel von Daniel Weber, einen Punktgewinn, erreichen will.  Der Gegner nämlich, hat nicht nur einen Lauf, sondern auch erheblich fußballerisches Potential und sogar einen Nationalspieler in seinen Reihen.

Der Shootingstar der Truppe, Kwasi Wriedt trifft nicht nur weitestgehend nach Belieben (fünf Tore in sechs Partien), sondern ist inzwischen auch ein waschechter Black Star.  So nennt sich die ghanaische Nationalmannschaft, in die er dieses Jahr erstmals berufen wurde.  Bei den Spielen gegen Japan und Island wurde der 24-jährige jeweils eingewechselt.  Für ihn „das i-Tüpfelchen einer grandiosen Saison“.

Ihn und die anderen Hochtalentierten der Bayern Amateure gilt es am Sonntag also in den Griff zu kriegen.  Wer Daniel Weber kennt weiß, dass er auch hierfür sicher einen Plan hat.  Und wer weiß, vielleicht gelingt es unseren Jungs ja am Sonntag, sich einen Ruf als echter Favoritenschreck zu erarbeiten.