Satz mit X – so kann man das Auswärtsspiel am vergangenen Samstag gegen die U21 des FC Ingolstadt wohl kurz und treffend zusammenfassen.  Mit 1:4 verlor das erfolgreichste Auswärtsteam der Liga und alle waren sich einig, da hat Schwarz und Weiß einen ganz schlechten Tag erwischt.

Gut, dass es in dieser englischen Woche ja ganz schnell die Möglichkeit zur Wiedergutmachung gibt.  Denn bereits am Dienstag, dem Tag der Deutschen Einheit um 14 Uhr geht es in der Regionalliga Bayern gegen eine weitere Vertretung eines Profi-Vereins, den 1. FC Nürnberg II.  Mit den Clubberern kommt, wie das bei zweiten Mannschaften so üblich ist, die nächste Wundertüte zu Besuch ins Stadion am See.  Man weiß eben nie so genau, wie die Profi-Vertretungen aufgestellt sein werden.  Spielt die Mannschaft mit ihrer originären Stammbesetzung, oder wird der ein oder andere Profi als Aushilfe geschickt oder darf Spielpraxis im Amateur-Oberhaus sammeln?

Beim letzten Aufeinandertreffen im April in Nürnberg wurden unsere Jungs veritabel vermöbelt.  Der 5:1 Sieg der Franken sieht allerdings deutlicher aus, als es damals spielerisch wirklich zuging.  Haufenweise Chancen hatte die Weber-Elf damals ausgelassen, lange Zeit ein 1:1 gehalten, bis die Rot-Schwarzen in nur 20 Minuten nach dem Motto „Jeder-Schuss-ein-Treffer“ vier Mal einnetzten.  Dass die Garchinger damals in gleicher Zeit vier hochkarätige Gelegenheiten liegen ließen, interessierte am Ende keinen mehr.  Es war einfach nicht unser Tag und nicht unser Gegner, auch das Hinspiel daheim ging sang- und klanglos verloren.

Deutlich besser schlug sich unsere Erste Mannschaft in der ersten Regionalliga-Saison, als man alle sechs möglichen Punkte in Garching behielt.  Die Auswärts-Begegnung bleibt den Garchinger Schlachtenbummlern sicherlich in besonderer Erinnerung, sie fand nämlich im Max-Morlock-Stadion statt, der Heimat der FCN Profis.  Ganz ausverkauft war die WM-Arena von 2006 zwar nicht, aber gegen einen Regionalliga-Neuling konnte man auch keine 50.000 Zuschauer erwarten.  200 waren es am Ende immerhin…

Was ist also zu erwarten im Feiertagsduell?  Trainer Weber ist überzeugt, dass der kleine Dämpfer in Ingolstadt keine große Rolle spielen wird.  Man habe das Spiel aufgearbeitet und seine Lehren gezogen.  „Angst haben wir vor niemandem“, so der Erfolgstrainer und es wäre klar gewesen, dass diese Woche schwierig werden würde.  „Die Liga ist so ausgeglichen, da müssen wir jeden Gegner 90 Minuten bespielen und bekämpfen, sonst wird es immer eng“, sagt der Coach.  Hoffen wir also, dass unsere Elf bissig und mit der nötigen Entschlossenheit auftritt, um die nächsten 3 Punkte daheim zu holen.

Das Team freut sich über zahlreiche Unterstützung der Fans in diesem schwierigen Spiel.