Ein Spiel zum Vergessen. Daniel Weber fand nach dem Spiel die passenden Worte für dieses Unentschieden: “Es fühlt sich wie eine Niederlage an.” Das Team wusste, dass es nicht eins der einfachen Spiele wird und man sich mit drei Punkten weiter von den Relegationsplätzen absetzen könnte. Doch wie es kommen sollte, wurde man nicht mit dem belohnt, wofür man über 90 Minuten gekämpft hat.

Déjà-vu in der Schlussphase

Wer erinnert sich noch an das Heimspiel aus der vergangen Saison 17/18 gegen den FC Ingolstadt II. Da traf Manuel Eisgruber in 92. Minute zum 1:1 und sicherte uns einen Punkt. Und wie es sein sollte, hatte man ein kleines Déjà-vu an diesem Nachmittag. Wir schreiben wieder die 92 Minute. Es gibt Ecke für die Gäste aus Ingolstadt. Der Ball kommt auf Umwegen zum Profispieler Marvin Matip. Er spitzelt durch das Getümmel der Garchinger Abwehr den Ball zum 1:1-Unentschieden. Doch jetzt zum Anfang.

In den ersten 20 Minuten der Samstagnachmittagpartie passierte nicht viel. Das Spiel war umkämpft und fand hauptsächlich im Mittelfeld statt. Die Abwehr des VfR stand hoch und bot dadurch den Gästen das Spiel mit langen Bällen an. So auch in der 20. Minute wo der lange Ball von der linken Seite seinen Weg zu Herrmann fand. Sein Abschluss blieb dennoch wirkungslos, da das Spielgerät über das Tor segelte. Auch acht Minuten später, zeigte sich wieder der Jungschanzer Herrmann im Angriff, doch auch dieser Abschluss ging weit über das Tor. Von der Heimmannschaft war nicht viel zu sehen. Sie ließen hinten wenig zu, zeigten sich aber in der Offensive eher ideenlos und etwas unkonzentriert.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann nochmal eine Chance für die Ingolstädter. Doch wie schon zuvor fliegt der Ball in den Garchinger Himmel. Für die Keeper gab es in der ersten Hälfte keine gefährliche Torchance, in die sie hätten eingreifen müssen. Für die Zuschauer ein langweiliges Spiel mit starker Mittelfeldkonzentration und wenig Torchancen auf beiden Seiten.

Besser zweite Hälfte mit Wendung

Die Weber-Elf kam nach dem Seitenwechsel besser ins Spiel und erkämpfte sich mehr Spielanteile. Und dieser Schwung wurde auch gleich belohnt. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff gab es Ecke für die Heimelf. Valentin Micheli schlug die Ecke in die Mitte. Unser Abwehrchef Florian Pflügler steigt am höchsten und drückt das Leder aus fünf Metern in die Maschen zur 1:0-Führung. Der Führungstreffer gab weiteren Auftrieb. In der 72. Minute zeigte der gerade erst eingewechselte Emre Tunc sein Können. Da die Gästeelf jetzt Risiko gehen musste, stand die Abwehr hoch. Dies nutzte nun der VfR. Emre Tunc wurde durch einen langen Ball geschickt und läuft auf das Ingolstädter Tor zu. Sein Abschluss aus sechs Metern kann der Keeper halten.

Kurz vor Schluss drängten dann nochmal die Gäste auf den Ausgleich, doch sie scheiterten an der gut organisierten Abwehr des VfR. In der Schlussphase hatte der VfR nochmal zwei Sololäufe. Erst Emre Tunc, der hoffte mit seinem Pass noch einen Mitspieler zu erreichen und dann Simon Seferings. Er legte sich aber den Ball zuweit vor.

Nach dem Schlusspfiff merkte man den Schwarz-Weißen an, dass sie enttäuscht sind. Die Leistung stimmte und es wär ein Dreier drin gewesen. “Wir haben ein sehr ausgeglichenes Spiel über 90 Minuten gesehen. Dabei haben wir ein gutes Spiel gezeigt, wenige Torchancen zugelassen und müssen uns nur anheften, bei den Kontermöglichkeiten zu viel liegen gelassen zu haben. Da haben wir den Sieg verschenkt. Die Tendenz zeigt aber nach oben und wir sind für die nächsten Wochen gut gerüstet”, äußerte sich Daniel Weber nach der Partie. Doch wie es sein sollte, nehmen wir jetzt einen Punkt mit und fokussieren uns auf die nächsten Partien, die extrem wichtig werden.

Regionalliga Bayern – Saison 2018/19 – 27. Spieltag

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